TGV-Skilangläufer voll im Training

Deshalb hat für die Langläufer/Innen des TGV schon im Mai das Training für die neue Wintersportsaison begonnen. Vom 24. – 26. Juni fand in Schotten ein Lehrgang des Hessischen Skiverbandes unter der Leitung des Landestrainers, Torald Rein und der Beteiligung des Nachwuchses aus den Stützpunkten Gersfeld, Willingen und Schotten statt. Damit sich die Jugendlichen nicht nur als Konkurrenten sehen, waren sie in den Schottener Ski-Familien untergebracht. Neben einer Rollski-Trainingseinheit auf dem Stausee-Rundweg und einem gemütlichen Grillabend am TGV Loipenhaus nahmen alle am Schottener Altstadtlauf teil.

In der ersten Ferienwoche sorgte ein Lehrgang am Schweriner See für besondere Abwechslung. Zur Verbesserung der Arm- und Rumpfkraft war Kajakfahren angesagt. Aber auch lange Rollskitouren auf den kilometerlangen Radwegen sorgten für eine gute Grundlagen-Ausdauer. Die war auch notwendig für den Konditionslehrgang in der letzten Ferienwoche, bei dem in Oberwiesenthal Rollskibergläufe und Techniktraining auf der anspruchsvollen Rollerstrecke am Fichtelberg auf dem Programm stand.

Inzwischen fanden die ersten Wettkämpfe statt. Eine kleine Abordnung war bei den Hessischen Waldlaufmeisterschaften am Start. Für die Aushängeschilder der TGV- Skiabteilung, Maxemilian Böhler und Nils Weirich, ging es bei der Zentralen Leistungs- Kontrolle (ZLK) in Oberhof schon darum, die ersten Punkte im Rahmen des Deutschland-Pokals aber auch für die Nominierung in den DSV-Kader zu sammeln. Beide haben mittlerweile das Skiinternat in Willingen verlassen. Maxemilian Böhler hat erfolgreich sein Abitur gemacht und leistet zurzeit ein Praktikum bei einem Physiotherapeuten in Willingen ab. Nils Weirich hat die Grundausbildung bei der Bundeswehr hinter sich und ist als Zeitsoldat im Skizug der Bundeswehr in Füssen, wo er sehr gute Trainingsmöglichkeiten hat. Maxemilian Böhler, bei dem zu Beginn der letzten Saison während eines Schneelehrgangs in Norwegen das heimtückische „Pfeiffer’sche Drüsenfieber“ festgestellt wurde, verlor seinen Kaderstatus und konnte erst nach langer Pause wieder mit dem Training anfangen. Für beide war die ZLK eine Standortbestimmung, zumal alle DSV Kaderläufer bis hin zu den Spitzenathleten, die im Weltcup unterwegs sind, am Start waren. Beide starten in dieser Saison in der Männer-Klasse U20, wobei Maxemilian zu dem jüngeren Jahrgang zählt. Bei Dauerregen, viel Wind und Temperaturen um 15° C standen zwei Laufdisziplinen und ein Rollskisprint auf dem Programm. Da nur eine Laufdisziplin in die Endwertung aufgenommen wird, starteten beide TGV- Athleten mit dem Rollski-Sprint über 1,5 km. Die Leistungsdichte der gesamten Athleten war bei diesem Prolog so dicht, dass die einzelnen Athleten sich zum Teil nur um zehntel Sekunden unterschieden.

Mit Platz 5 in der Wettkampfklasse U20 erreichte Nils einen sehr guten Einstieg und gleich 21 Punkte in der Deutschland-Pokal-Wertung.

Platz 10 in der Wettkampfklasse U20 und Platz 2 in seiner Altersklasse waren aber auch für Maxemilian 16 DP-Punkte und eine bravuröse Leistung nach einer langen Wettkampfpause. Der Berglauf am Folgetag fand bei dichtem Nebel aber bei trockenem kaltem Wetter statt.

Auch hier konnte Maxemilian seine bereits wieder sehr gute körperliche Verfassung zeigen und erreichte erneut Platz 10 in der Wettkampfklasse U20 und Platz 6 in seiner Altersklasse, was weitere 16 DP-Punkte einbrachte. Nils erkämpfte sich den 17. Platz in der Wettkampfklasse U20 und sicherte sich damit weitere 10 DP-Punkte.

In der bereinigten Tabelle befinden sich Maxemilian auf Platz 11 (32 Punkte) in der Gesamtwertung der Wettkampfklasse U20 und Nils belegt mit 31 Punkten Platz 12. Der Hess. Landestrainer, Torald Rein, war mit diesem Auftakt sehr zufrieden.

Bereits am kommenden Wochenende ist der junge TGV-Nachwuchs bei einem Rollskirennen in der Nähe von Oberhof am Start und kann sich dabei mit den jungen Talenten aus Thüringen messen. In den Herbstferien ist dann der erste Schneekontakt bei einem mehrtägigen Lehrgang in der Skihalle in Oberhof vorgesehen. Der letzte Feinschliff für die hoffentlich gute Wintersaison erfolgt schließlich beim traditionellen Schneelehrgang im Stammquartier „Blasbichler Hof“ in der Ramsau am Dachstein.

Celine Hau, die schon im letzten Winter mehrfach bei Biathlon Veranstaltungen teilgenommen hat, konzentriert sich nun vollkommen auf diese attraktive Sportart. Eine solide Schießausbildung hat sie ja schon seit langem im Schottener Schützenverein erhalten. Seit Beginn des neuen Schuljahres besucht sie nun das Internat in Willingen und kann dort spezielles Biathlon-Training neben dem Schulbesuch absolvieren. In dieser Saison wird sie aber auch schon ihr Gewehr mit auf die Loipe nehmen müssen und auch am Schießstand gibt es mit Kleinkaliber-Munition eine Umstellung. Drücken wir ihr die Daumen, dass möglichst wenig Strafrunden zu absolvieren sind.

 

Im Seniorenbereich hat Jan Ulbrich den ganzen Sommer über fleißig trainiert und auch schon gute Erfolge bei den ersten Rollskirennen erzielt. Für ihn, aber auch für Karlheinz Baltromejus, Günter Cellarius, Andreas Weber und Erwin Mengel wird nach den Deutschen Senioren Meisterschaften Mitte Februar im Harz der Masters World Cup vom 2. bis 12. März in Davos-Klosters der Saison Höhepunkt sein. Bleibt zu hoffen, dass es bis dahin auch im heimischen Vogelsberg genügend Trainingsmöglichkeiten auf Schnee gibt. (Erwin Mengel)