Auf fünften Kontinent im Vorfeld

Mountainbike-Weltmeisterschaft in Australien mit den Geschwistern Daubermann vom TGV Schotten

Im australischen Cairns fanden die Weltmeisterschaftender Mountainbiker in der olympischen Disziplin Cross-Country statt. Antonia und Leonie Daubermann vom TGV Schotten waren auf Grund ihrer guten Saisonleistungen nominiert wurden, um auf dem fünften Kontinent die deutschen Farben zu vertreten. Um sich zu aklimatisieren und ohne Jetlag an den Start zu gehen, reiste der Bund deutscher Radfahrer mit seinem Team schon eine gute Woche früher an.
Juniorin (U19) Leonie Daubermann startete bei sehr staubigen und heißen Bedingungen. Sie hatte einen perfekten Staat aus der dritten Reihe, so dass sie sich nach einer kurzen Startrunde schon auf Position vier befand. Im anschließenden Pumptrack überholte sie noch eine Dänin und ging als Dritte in den langen Anstieg, an dem Überholvorgänge kaum möglich waren. Die TGV-Fahrerin verlor ein wenig auf das Spitzenduo, konnte aber gleichzeitig eine große Lücke nach hinten reißen. Auf diesem Bronzemedaillenrang behauptete sie sich noch eine weitere Runde, bis sie in einer steilen Felspassage stürzte. Dieser Sturz kostete sie viel Zeit. Aufgrund eines technischen Defekts musste sie einen Stop in der Technikzone einlegen und ging dadurch als Achte in die letzte Runde. Mit Kopfschmerzen die vom Sturz herrührten, war es schwer, auf dieser anspruchsvollen Strecke wieder einen Rhythmus zu finden. Daraus resultierte ein weiterer Sturz, und am Ende kam Leonie Daubermann auf dem zehnten Rang ins Ziel.
Ihre Schwester Antonia startete als einzige deutsche Fahrerin in der U23-Kategorie. In dem kürzeren Startloop wurde sie durch einen Sturz aufgehalten, konnte sich aber in den nächsten fünf Runden kontinuierlich nach vorne arbeiten und beendete das Rennen auf einem starken 14. Platz, was zugleich ihr bestes Saisonergebnis bedeutet. Nach einem Tag Erholung mit Schnorcheln am Great Barreer Riff ging es für das Schottener Duo auf die lange Heimreise ins kühle Deutschland.