Großereignis Weltmeisterschaft in China endet mit dem 13. Platz

Nachdem Aileen Dambmann letzten Montag wieder heil und unversehrt von der Trial WM in China zurückgekehrt ist, wird es Zeit ein Resümee zu ziehen.

Es war schon ein tolles Erlebnis in Chengdu, allein der Flug von Frankfurt Main nach Shanghai 10,5 Stunden und von dort nach Chengdu nochmals 2,5 Stunden. Geflogen wurde in die Zukunft, das heißt China ist 7 Stunden voraus. In Chengdu hatten die 17 Trialer und ihre Betreuer zwei Tage Zeit um sich an die neue Zeitzone zu gewöhnen. Dies war allerdings nicht das einzig Neue. In China wird nur wenig und schlecht Englisch gesprochen, es ging also alles mehr oder weniger mit „Händen und Füßen“. An den ersten beiden Tagen stand etwas Sightseeing auf dem Plan, so besuchten alle den Panda - Zoo und eine Tempelanlage. Die UCI hatte eigens für die WM ein Busshuttle organisiert, der die Sportler und Betreuer im Stundentakt zum Wettkampfgelände fuhr. Der Wettkampf begann mit dem Teamwettbewerb, wo das deutsche Team hinter Frankreich und vor der Schweiz den 2. Platz belegte. Am Donnerstag standen die Halbfinalläufe der Klassen Junioren 20 zoll und 26 zoll, sowie der Damen auf dem Programm. Nur die ersten sechs Fahrer qualifizieren sich für die Finalläufe. Aileen Dambmann kam ganz gut in den Wettkampf und konnte einige Pluspunkte sammeln, zwei Stürze in der Wassersektion ließen jedoch ein besseres Ergebnis nicht zu. Zu stark war die Konkurrenz, mitunter fuhren auch ein paar Damen mit, die in diesem Jahr noch keinen beziehungsweise höchstens einen World Cup mitgefahren sind und daher schlecht einzuschätzen waren. Alles in allem war Aileen Dambmann jedoch zufrieden mit ihrem Ergebnis, sie belegte Platz 13 mit 40 Punkten Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Celina Römmelt aus Heiligenrode. Nina Reichenbach (Ölbronn) qualifizierte sich als zweite für das Finale, welches sie am Samstag souverän gewann – somit ist die alte Weltmeisterin auch die Neue. Von den Junioren Fahrern konnten sich ebenfalls drei Fahrer qualifizieren, jedoch reichte es am Ende nicht für den Sprung aufs Podium. Bei den Elite Fahrern am Freitag qualifizierte sich nur Dominik Oswald (Schatthausen) für das Finale in der 20 zoll Klasse, dort holte er sich am Samstag dann den Titel des Vizeweltmeisters.

Der neue Wettkampfmodus mit dem Sammeln von Pluspunkten kam bei den Athleten durchweg gut an und wird sich wohl auch bald National durchsetzen. Die WM findet in den kommenden zwei Jahren ebenfalls in China statt. Im nächsten Jahr werden dann auch 60 chinesische Trialer mit ins Geschehen eingreifen, welche für dieses Jahr, aus welchen Gründen auch immer, nicht startberechtigt waren. Ob Aileen Dambmann im nächsten Jahr wieder mit dabei ist steht noch nicht fest, da sie im Sommer ihre Berufsausbildung beendet und im Anschluss gleich die Meisterschule daran hängen wird um danach ein Studium zu absolvieren.

Auf jeden Fall ist sie um eine große Erfahrung reicher und bedankt sich für die Unterstützung, die sie außer durch ihre Eltern von Seiten der Stadt Schotten, dem TGV – Schotten und dem Radsportbezirk Taunus – Wetterau erfahren hat.