Drei Sportler der TGV Schotten Skiabteilung zu großen Langlaufveranstaltungen ins Nachbarland Österreich

Jan Ulbrich in Seefeld
Andreas Herbst in Seefeld
Nils Weirich (13) mit Team Nordic Coaching

Auf der Suche nach Schnee sind drei  Sportler der TGV Schotten Skiabteilung zu großen Langlaufveranstaltungen ins  Nachbarland Österreich gereist.  Während  Jan Ulbrich und  Andreas Herbst bei den Winter World Masters Games ( WWMG)  in Seefeld teilnahmen startete  Nils Weirich bei Dolomitenlauf in Lienz.

Die WWMG ist das weltweit größte Wintersportfestival für über 30-jährige. Mehr als 3000 Sportler und Begleitpersonen erlebten im Rahmen dieser Multisportgroßveranstaltung unvergessliche Momente. Die WWMG ist vom olympischen Komitee (IOC) anerkannt und gibt Hobbyathleten die einzigartige Möglichkeit mit ehemaligen Sportstars an den Start zu gehen. Bei den nordischen Wettbewerben in Seefeld starten zum Beispiel der zweifache Sieger der Vierschanzentournee Andi Goldberger oder die dreifache Weltmeisterin im Skilanglauf Anette Boe aus Norwegen. Beide ehemaligen Weltklasseathleten gewannen ihre Altersklassen dann auch deutlich. Insgesamt deckten zwölf Sportarten beinahe die ganze Bandbreite des Wintersports ab. Neben den nordischen Disziplinen Skisprung, Langlauf und nord. Kombination traten auch Sportler aus aller Welt beim Eishockey, Ski Alpin, Curling, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Biathlon, Short Track und weiteren Disziplinen gegeneinander an. Die Veranstaltung  findet nur alle fünf Jahre statt und wurde im Gegensatz zu den Sommerspielen erst zum dritten Mal ausgetragen.

Jan Ulbrich und Andreas Herbst hatten sich ein anstrengendes Programm ausgesucht. Beide traten im Skilanglauf in der klassischen Technik an und hatten in sechs Tagen vier Wettbewerbe zu absolvieren. Neben den Distanzrennen über 30 km, 7,5 km und 15 km stand zum Abschluss der Höhepunkt mit der 4x4km Staffel an. Die Rennen fanden auf den schweren Strecken der letztjährigen FIS Weltmeisterschaft in Seefeld mit steilen Anstiegen und rasanten Abfahrten statt, dabei wurden auf den schmalen Langlauflatten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 60km/h erreicht und auf der 30 km Strecke waren fast 700 Höhenmeter zu überwinden.

Natürlich merkte man den beiden die fehlenden Schneekilometer auf heimischen Loipen an doch die zwei Klassik Spezialisten konnten sich in ihren jeweiligen Altersklassen Plätze im Mittelfeld erkämpfen. In der M40 erreichte Andreas Herbst als sein bestes Ergebnis über 30 km in 1:42:15 Std. einen fünften Platz während Jan Ulbrich in der M55 über 7,5 km in 0:25:08 Std. mit dem 14. Platz sein bestes Ergebnis erzielte.

Neben den drei Einzelrennen kamen die TGV Läufer auch beim Höhepunkt, den Staffelwettbewerben, zum Einsatz. Bei absolutem Traumwetter gingen über 50 Staffeln gleichzeitig auf die Strecke. In ihren jeweiligen Altersklassen kam die Staffel mit Andreas Herbst auf Rang sieben von 16 Staffeln, während eine Altersklasse höher die Staffel mit Startläufer Jan Ulbrich auf Rang elf einlief. Doch die Ergebnisse waren für die zwei TGV Läufer zweitrangig, der gemeinsame Wettkampf unter dem offiziellen Motto „ spirit together“  mit Athleten aus aller Welt war das wichtigste bei dieser perfekt organisierten Veranstaltung.

Ganz andere Ziele hatte der dritte TGV Athlet und deutsche Spitzenläufer Nils Weirich beim  Dolomitenlauf im Pustertal, einem Skimarathon der Worldloppet Serie. Erstmals in seiner 50 jährigen Geschichte  wurde der renommierte Lauf in Heinfels gestartet und führte stets leicht bergab entlang der Drauradweges auf den Marktplatz von Lienz. Mit seinem neuen Team Tri  Nordic Coaching hielt sich der amtierende deutsche Marathonmeister  sehr lange in der Spitzengruppe auf und kämpfte am  Ende sogar um den Tagessieg. Nur 39 Sekunden hinter dem Gewinner Vinjar Skogsholm aus Norwegen  kam der 23-jährige Schottener  bei diesem Highspeed Marathon über 42 km  in 1:36:38 Std. auf den hervorragenden 15. Gesamtplatz von 619 Finishern.

 

Bleibt zu hoffen dass  sich die Schneesituation bald ändert und die Wintersportler wieder Schneekilometer auf dem heimischen Taufstein Gletscher sammeln können und nicht weite Fahrten antreten müssen um ihren Sport auszuüben.

 

Bericht: Jan Ulbrich

Photo: Ulbrich M / Weirich