TGV-Masters beim Skimarathon in Kanada und USA erfolgreich - Jan Ulbrich erhält Titel "Worldloppet Master in Gold"

Zu einer weiten Sportreise mit der Teilnahme an zwei Worldloppet Skilanglauf-Marathonläufen in Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika brachen fünf Mitglieder der TGV Schotten Skiabteilung auf. Für Torsten Müller, Florian Orth und die Familie Ulbrich mit Vater Jan, Mutter Muriel und Sohn Marvin war das Ziel, sich beim 48. Gatineau Loppet und beim 52. American Birkebeiner mit Sportler aus allen Teilen der Welt zu messen.

Der 48. Gatineau Loppet fand in der gleichnamigen Stadt direkt gegenüber der kanadischen Hauptstadt Ottawa statt. Jährlich gehen 2000 Teilnehmer im klassischen als auch im freien Stil bei Kanadas größtem und längsten Skilanglaufevent an den Start. Bei zweistelligen Minusgraden, eiskaltem Pulverschnee und Sonnenschein lief Marvin Ulbrich über 50 Kilometer in 3:13:55 Stunden unter den 427 Klassikläufern auf einen guten 70. Platz. Sein Vater Jan brauchte genau vierzig Minuten länger ( 3:53:55 Std.), blieb damit knapp unter vier Stunden und wurde 158. Torsten Müller lief die Strecke in 4:04:27 Stunden und war als 194. ebenfalls  noch in der ersten Hälfte des Feldes zu finden. Pech hatte Florian Orth, nach etwa fünf Kilometern wurde er in einer rasanten Abfahrt in einen Sturz verwickelt und brach sich beide Ski ab. Er musste bis zur nächsten Verpflegungsstelle zu Fuß laufen und wurde dann zum Ziel gebracht. Am nächsten Tag durfte er dann mit Leihski beim Skatingrennen starten und erreichte nach 3:29:00 Stunden als 235. das Ziel. Muriel Ulbrich startete über die „Kurzstrecke“. Über 27 Kilometer lief sie ein starkes Rennen und erreichte in ihrer Altersklasse unter 16 Frauen einen tollen dritten Platz (gesamt 159/310).

Nach dem Wettkampf gab es eine besondere Ehrung für Jan Ulbrich: Der Gatineau Loppet ist Teil einer weltweiten - der sogenannten Worldloppet - Serie mit den größten Läufen auf fast allen Kontinenten. Der Schottener beendete zehn dieser Läufe u.a. in Schweden, Norwegen, Estland, Polen und jetzt eben auch in Kanada und wurde damit als Worldloppet Master in Gold  vom kanadischen Veranstalter geehrt. Damit erreichte er ein lang verfolgtes Ziel, das er seit 1998, mit seiner ersten Teilnahme am Wasalauf in Schweden, verfolgte.

Im Anschluss ging es über die kanadische Millionenstadt Toronto mit dem Flugzeug in die US Metropole Minneapolis und dann mit dem Bus weiter in die Kleinstadt Hayward in Wisconsin. Der 52. American Birkebeiner ist der größte Skilanglaufwettbewerb in Nordamerika und verläuft von Cable nach Hayward. Der Lauf geht über 53 Kilometer mit 1200 Höhenmetern und endet auf der Mainstreet von Hayward, die an diesem Tag von tausenden von Zuschauern gesäumt ist. Dafür wird - wie beim Wasalauf - die Straße mit Schnee bedeckt und es wird sogar eine temporäre Brücke über einen Highway, der die Strecke kreuzt, gebaut. 9000 Läufer nehmen jährlich an den verschiedenen Wettbewerben teil - und auch erstmals eine Abordnung des TGV Schotten, wobei der emotionale Zieleinlauf für alle unvergessen bleiben wird.

Unglücklich war allerdings das Wettkampfkonzept. 1583 Klassikläufer und 3740 Skater wurden zeitgleich im Massenstart auf dieselbe Strecke geschickt, so daß niemand mehr feststellen konnte wer eigentlich in welcher Technik gemeldet hatte. Die Schottener Teilnehmer starteten alle in der klassischen Technik und erreichten folgende Platzierungen : 160. Marvin Ulbrich 3:05:09 Std., 474. Florian Orth 3:41:58 Std.; 569. Jan Ulbrich 3:52:31 Std., 720. Torsten Müller 4:10:27 Std. Beim Korteloppet über 29 Kilometer startete Muriel Ulbrich. Sie erreichte bei den Frauen in ihrer Altersklasse Rang 6. von 38 Starterinnen (281/904) in 2:27:39 Stunden.

Bericht und Bilder: Jan Ulbrich